Eine Antikholz Geschichte.

 

Das Holz hat Geschichte, man kann mit ihm sprechen, zugegeben verbal etwas einseitig.

Das Holz ist 350 Jahre alt. Ich habe es erst 20 Jahre und kenne ziemlich jeden Balken. Es war Bestandteil einer unter Denkmalschutz stehenden Scheune in Nordhessen, die wurde entkernt und in ein modernes Haus umgebaut. Das Bauholz mutierte zu Schnitzholz und gewann Respekt.

Vorgaben vom Holz: Größe, Maße, Gewicht, Maserung, Struktur, Farbe, Faserverlauf, Faserrichtung, Asteinschluss, Risse, Holzwurm, Verwitterungszustand etc.

Das ist der wichtige Beitrag des Holzes in der Kommunikation. Erst jetzt kommen die Wünsche, Begehrlichkeiten des Hobby-Schnitzers. Er muss wissen was er will.

Das Beispiel: Eine schöne besondere beinah noch handliche Katze sollte entstehen. Was ist das denn genau? Jetzt kommen die Antworten vom Holz. Eine etwa 30 cm lange Strebe die 2 Hauptbalken verband mit einem Loch vom früheren Holznagel, sie ließ eine unterschiedliche, variierende Holzfärbung erkennen sehr erfreulich denn gebeizt wird nicht. Besonderheit war ein sehr dünner, tiefer schräg im Holz verlaufender Ritz. Das heißt als Akzent später im Objekt ein tief schwarzer Strich. Das Holz die zukünftige Katze soll und darf ihre Herkunft nicht verheimlichen, daher sollte vom ursprünglichen Holz möglichst etwas erhalten bleiben. Also die Quintessenz, die Ritze ziert den Hals und das Objekt wird ein Relief, so bleibt genug ursprüngliches Holz erhalten.

Überzeugen Sie sich selbst.                                            

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